Tunesien ist Schmelztiegel verschiedenster Zivilisationen mit einer bewegten Historie. Das ursprünglich von Berbern bewohnte Land, wurde 1100 v. Chr. von den Phöniziern kolonisiert. Der Legende nach wurde Karthago 814 v. Chr. der phönizischen Prinzessin Elyssa (bei Virgil „Didon" genannt) gegründet. Karthago galt als bedeutendste Handelskolonie des Altertums. Nachdem die Römer die Stadt 146 v. Chr. zerstörten, folgten 600 Jahre römischer Herrschaft, an die sich die Besatzung durch Wandalen, Byzantiner, Araber und viele weitere Völker anschlossen. Die Spuren der alten Kulturen kann der Besucher auf Schritt und Tritt nachvollziehen. Und auch begründen sie das offene und aufgeschlossene Wesen der heutigen Tunesier.

Tunesien zählt acht historische Stätten, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehören: Das Amphitheater von El Jem (1979), die Ruinen von Karthago (1979), die Medina von Tunis (1979), der Nationalpark Ichkeul (1980), die punische Stadt Kerkouan und ihre Totenstadt (1985), die Medina von Sousse (1988), die Medina von Kairouan (1988) und die Ruinen der antiken Stadt Dougga Thugga (1997).

In der Hauptstadt Tunis ist neben dem Bardo-Museum mit der weltgrößten Sammlung römischer Mosaike auch die 732 erbaute Ölbaummoschee äußerst sehenswert. Aktuelle Strömungen der tunesischen Kunstszene lassen sich im Museum für Bildende Künste der Gegenwart, im Nationalen Zentrum für Kultur, im Nationalen Institut für Tanz von Borj El Baccouche oder im Palast des Barons Erlanger, der in ein Institut für arabische Musik umgewandelt wurde, erleben.
Quelle: FVA Tunesien / bearbeitet von pairola-media
Fotos: FVA Tunesien